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Garmont Voodoo und Prophet im Test
Donnerstag, 15 April 2010
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Wir haben die neuen Garmont Stiefel jetzt schon seit einiger Zeit im Einsatz und wollen euch unsere Erfahrungen weitergeben, um euch bei der richtigen Schuhwahl zu unterstützen. Wir haben entschieden beide Modelle in einen Test reinzunehmen, da sie grundsätzlich die gleiche Schale haben und auch die Passform fast gleich ist.

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Passform

Beide Modelle schneiden sehr schmal und man sollte sich bei der Größenwahl nicht unbedingt blind auf die Passform eines alten Garmont (z.B Energ) verlassen. Der Energ war im Vorfußbereich sehr geräumig im Vergleich zu den neuen Stiefeln. Wir würden euch unbedingt dazu raten den Innenschuh gleich einmal aufbacken zu lassen und Zehenkappen zu verwenden, damit die Ferse ordentlich nach hinten gedrückt wird. Es ist wirklich verwunderlich wie viel Platz man plötzlich in einem Schuh hat, der ohne aufbacken eigentlich unerträglich war. Nach den ersten Fahrten fühlt man sich aber bereits ziemlich wohl und die enge Passform erlaubt beste Kraftübertragung.


Schalenhärte und Knickfalte

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Wer sich bei Prophet und Voodoo einen harten Rennschuh wie Scarpa TRace oder BD Custom vorstellt liegt falsch. Beide haben eher mittlere Härte im Schaft und liegen im Bereich eines sportlichen Allroundschuhs.
Was die Knickfalte betrifft muss man die beiden Modelle trennen. Die von Garmont völlig neu entwickelte Falte ist wahrscheinlich die weichste am Markt. Das NTN System braucht ja bekanntlich eine weiche Falte und daher ist sie für den Prophet auch passend. Der Schuh braucht keinerlei Einfahrzeit, funktioniert bereits bei der 1. Abfahrt und ist somit wahrscheinlich der momentan am besten funktionierende NTN Schuh. Wer seine Schuhe gerne klein wählt, sollte den Schuh aber auf jeden Fall auch vor dem Kauf fahren. NTN tendiert nämlich bei manchen Fußformen dazu die abgeknickte Falte auf die Zehen zu drücken und das passiert noch leichter bei kleineren Schuhen. Manche Hersteller empfehlen sogar den Schuh etwas größer zu fahren.

Für den 75mm Schuh ist die weiche Knickfalte schon  etwas gewöhnungsbedürftig – zumindest für Telemarker, die auch gern im technisch schwierigeren Gelände fahren. Bei guten Verhältnissen und Powder kommt die Härte der Falte nicht so zu tragen und es fällt einem beim Fahren auch nicht so auf, aber sobald es mit mehr Geschwindigkeit in zerfahrenes Gelände oder Buckel geht wünscht man sich mehr Unterstützung durch die Falte.  Andererseits kommt einem die weiche Knickfalte auf Touren entgegen und unterstützt das natürliche Abrollen des Zehenballens.
Was der Knickfalte fehlt, macht dafür die seitliche Stabilität des Schuhs sehr gut. Die Kraftübertragung ist wirklich toll, was Schrittwechsel, Aufkanten und Belastung des Skis spielerisch leicht macht.

Fazit
Sowohl der Voodoo, als auch das NTN Modell Prophet haben ein erfolgreiches Debüt gegeben. Beide ordnen sich bei den Allroundmodellen ein, Schuhe, die einfach überall eingesetzt werden können. Für Fahrer, die es gern „härter“ haben, wäre es toll wenn Garmont in beiden Bereichen noch einen steiferen 4 Schnaller auf den Markt bringen würde.

ps 15.4.2010


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