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telemarkfriends auf dem Mt.McKinley
Dienstag, 01 Juni 2010
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Tolle Ehre für unsere Website. Mit einem telemarkfriends-Aufnäher auf seiner Jacke hat Paul Koller nach 2002 zum zweiten Mal den Gipfel des Mt. Mc Kinley, dem höchsten Berg Nordamerikas, erreicht. Gleichzeitig war diessein zwölfter Gipfelerfolg an einem der berühmten "Seven Summits".


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Im Folgenden beschreibt Paul seine Erlebnisse selbst:

„In den Morgenstunden des 11. Mai fegte einen eisiger Orkan mit über 150 Stundenkilometern über das High Camp auf 5200 Metern Höhe. Die Schneemauern wurden während des Sturms zum Teil weggeblasen. Dadurch konnte der Wind ein Zelt zerfetzen. Zwölf Personen zitterten mit mir um das Überleben. Notdürftig konnte ich mit einem amerikanischen Guide den weiteren Schaden des Sturmes begrenzen, indem wir unsere vier Zelte zusätzlich mit Kletterseilen und einer Art Paketverschnürung an den Firnankern im Boden fixierten.

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Wir konnten uns im Sturm kaum auf den Beinen halten, und die eisige Kälte von unter -30°C kroch unter die Kleidung. Im Zeltinneren setzten wir uns dann an die Windseite des Zeltes, um das Brechen der Zeltstangen zu verhindern. Es war grauenvoll, und ich hatte so einen Sturm im Zelt noch nicht erlebt. 16 Stunden lang dauerte dieses Martyrium, erst dann ließ der Sturm nach.

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Am Vormittag des 12. Mai war aber dann doch halbwegs ein Wetter, das uns den Gipfelgang versuchen ließ. Alle Bergsteiger starteten in Richtung Denalipass. Doch den meisten war das Wetter und der Wind nicht geheuer, auch standen sie noch unter Schock des gerade über uns hinweggefegten Sturmes. Neun Personen kehrten noch vor dem Pass um. Ich versuchte mit meinen zwei Gästen zumindest hinter die Zebrafelsen zu kommen, da ich hoffte, dort etwas in den Windschatten zu gelangen. Dies klappte auch, und wir konnten hinter den Felsen fast in Windstille weiter aufsteigen. Am Nachmittag ließ dann auch der Wind weiter nach. Doch nun kam der Nebel, und die Orientierung wurde schwieriger.

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Dabei passierte mir ein peinliches Missgeschick - wir bestiegen den falschen Gipfel! Als wir dort rasteten, lichtete sich der Nebel etwas und es kam plötzlich zu unserem Erstaunen ein noch höherer Berg zum Vorschein. Wir brachen die vermeintliche Gipfelrast sofort ab und nahmen den letzten steilen Anstieg über den „Pig Hill" im knietiefen Neuschnee in Angriff. Letztlich gelang es uns, mit dem Einsatz all unserer mentalen Kräfte den höchsten und kältesten Berg Nordamerikas zu erreichen."

 


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