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Die Herausforderung des fetten Monsters
Mittwoch, 16 Juni 2010
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Ein Erfahrungsbericht zu dem breitesten Serienski der Welt – „Duret Monstre FAT“. Vorab zu den einzelnen Testergebnissen unseres Tests in Zermatt hier einige Eindrücke und Erlebnisse mit diesen außergewöhnlichen Skis. Ganz bewußt kein Testprofil, sondern ein persönlicher Bericht. Viel Spaß beim Lesen.

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Auf dem Zauberteppich - passt

Vor etwa zwei Jahren fiel mir bei einer Internet Recherche nach neuen, breiten Freeride Latten das erste mal das Monster von Duret mit seinen unglaublichen Maßen von 203mm an der Schaufel, 177 unterm Fuß und 193 am Tail auf.

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Die Monster am Matterhorn
Die ersten Fotos und das Duret Video von Skifahrern im alpine Style waren dann schon mal recht beeindruckend. Absolutes Gleiten bei Big Turns, quasi kaum Einsinken. Und Duret selbst sprach von einem neuen Begriff, dem „Bi-Boarding“. Von Anfang an überlegte ich „Geht das auch mit einer Telebindung? Oder gibt es beim Telemarken doch eine Breite ab der es irgendwann nicht mehr fahrbar ist?“.

Meine Bedenken gingen vor allem in Richtung Schrittwechsel
=> ist es möglich so breite Skis noch aneinander vorbei zuschieben?

und bezgl. dem Aufkanten
=> kann man einen solchen Ski, mit einem Versatz von Bindungsmitte zur Skikante von über 85mm (das ist immerhin die Breite von üblichen All Mountain Skis!) überhaupt Aufkanten, gerade auch mit dem hinteren Fuß?
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Auf der Kante

Als wir dann die Auswahl der Hersteller für unseren diesjährigen Telemark-Skitest zusammenstellten, fiel mir Duret wieder ein. Jean-Philippe Thevenod bot uns umgehend drei „normale“ Modelle zum Test an. Worauf ich ihn fragte, ob es möglich sei, auch den Monstre Fat zu testen, um einfach mal einen Versuch zu starten, ob der Ski mit Telemarkbindung zu fahren ist. Prompt traf ein paar Tage später ein überdimensionales Paket mit 3 Paar Skis in der Redaktion ein – darunter ein Paar Monstre Fat. Beim Auspacken in Zermatt wurde der Ski gleich von ungläubigen thailändischen Sommertouristen fotografiert.

Doch werden sich die Monster fahren lassen? Die ersten Eindrücke bei den Versuchen der anderen Tester am Morgen waren nicht so viel versprechend.

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Selbst Telemarker mit viel Erfahrung auf breiten Latten eierten auf dem kurzen und flachen Stück von unserer Testbase zum Lift unheimlich herum, kaum in der Lage einen Schwung zu setzen oder auch nur aufzukanten – geschweige denn Telemark zu fahren. Allerdings war dies morgens – Schnee noch fest gefroren und hart. Gegen Mittag und bei weichem Schnee kamen dann die ersten Tester mit einem Grinsen oder ungläubigen Kopfschütteln zurück.
Es ging also doch irgendwie.

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First turn offpiste


Auch ich zog dann mit dem Monster los. Allein das erste Mal auf diesen Brettern im Schnee zu stehen und runter auf die Skis zu schauen, ist schon eine witzige Erfahrung. Dann los, die ersten 50 Meter runter zum Lift. Soll ich nur vorsichtig parallel fahren und versuchen irgendwie das Tempo zu kontrollieren… ach was Telemark – Schrittwechsel… ok, es geht... Nächster Schwung, wieder Schrittwechsel. Geschafft. Ist gar nicht so schlimm! Das erste Gefühl: ich bin ein zotteliger Yeti und habe riesige Füße im XXL-Format, auf denen ich dann den Hang runterlaufe... Danach die ganze Liftfahrt gespannt, wie es im steileren Gelände sein wird. Lift raus und das erste flache Stück. Es geht wieder ganz gut – und wieder dieser Yeti / Riesen-Zottel-Füße Eindruck. Man sieht unten gar keine einzelnen Skis mehr, sondern nur noch zwei große Flächen, die man immer wieder aneinander vorbei schiebt. Also weiter, und ich denke mir, Jetzt stell’ die Dinger mal auf die Kante. Mehr Speed, etwas o-beinig, hinteren Ski nach vorne schieben und auf die Kante – upps! Der neue hintere Ski rutscht mir nach hinten durch – zu weit vom Körper weg und schon kein Druck mehr auf dem Ballen. Man merkt, dass der breite Ski den Fuß nicht erlaubt richtig aufzukanten sobald der Hebel des hinteren Beines zu lang wird. Also noch mal – kompakt bleiben, Kurvenlage einnehmen. Schrittwechsel, nächste Kurve… es geht!

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Auf der aufgeweichten Piste mit weichen Frühjahrsschnee, ca. 5-10 cm tiefer Sulz kann man mit diesen Latten sogar auf der Kante geschnitten fahren. Ich bin völlig verblüfft und kann es kaum glauben. Es ist tatsächlich ohne größere Probleme möglich, mit diesen fetten Monstern Telemark zu fahren. Und es macht richtig Spaß.
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Surfen vor'm Matterhorn
Wobei der Spaß sogar noch deutlich zunahm, als ich dann die ersten Meter Offpiste fuhr. Leider hatten wir keinen bodenlosen Pow, sondern nur ca. 20-30cm tiefen, zerfahrenen Frühjahrs Sulz – aber schon da ist der Aha-Effekt unglaublich. Es ist mit diesen Skis ein Gleiten wie man es sonst wirklich noch nicht kennt. Die Skis bilden quasi immer „eine“ Fläche – so gut wie kein Schnee zwischen den Skis zu sehen. Man fährt mit dem quasi 40cm breiten Cruiser einfach überall einfach drüber – wirklich darüber im wahrsten Sinne des Wortes. Auch über die Spuren der anderen oder sonstige Unebenheiten gleitet man einfach darüber hinweg, mit einer stoischen Ruhe, als ob da nichts wäre.

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Auftrieb ohne Ende


Wobei die Skis gar nicht den Eindruck von behäbig oder 'nur-Gerade-aus' machen. Aufgrund des fast unlimitierten Auftriebs sind sie Offpiste durchaus relativ wendig und leicht zu drehen.


Fazit: Extrafette, aber liebenswerte Monster!

Die Skis sind wirklich eine einmalige Erfahrung. Sie sind definitiv mit Telemark fahrbar und können sogar richtig viel Spaß machen. Klar sind diese Latten keine erste Wahl für Onpiste und keiner wird damit freiwillig eine harte Piste herunterfahren – aber es war doch erstaunlich wie gut sie auf der weichen Piste gingen. Auf eine kompakte Position achten, eine gute Technik und es geht ohne Probleme. Die größte Einschränkung: Das Limit war noch die R4 Bindung, die mit diesen breiten Skis bezgl. der Kraftübertragung einfach deutlich an bzw über ihrer Grenze ist. Mit einer R8, Hammerhead oder zB auch NTN sollte hier noch viel Potenzial drin sein.
Evtl. ist es dann sogar möglich, auf einer pulverharten Piste gut auf der Kante zu fahren…? Und Offpiste bietet der Skis einfach ein unvergleichliches Erlebnis. No comparison!


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Carving auf der flachen Piste


Hier dazu ein kurzes Video (Vielen Dank Phil!). Es war die zweite Fahrt mit den Skis - Offpiste, kurzen, etwas steileren HAng hochgelaufen. Im nachhinein wäre es natürlich deutlich schneller gegangen - aber ein bisschen Respekt hat man mit den Latten an den Füßen am Anfang schon...

as, 16.6.2010


Was denkt Ihr zu dieser Skibreite? Was sind Eure Erfahrungen… seid Ihr schon mal einen Ski gefahren bei dem Ihr dachtet „…mit Telemark nicht mehr fahrbar" oder "grenzwertig“? Wir sind gespannt auf Euer Feedback.


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@schnappinger
i nimm da die schwimmflügerl (a ... weiter...
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Hey Maxl, ich hab auch gleich ei... weiter...
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war gestern schon mal im baumark... weiter...

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